LUDWIG VAN BEETHOVEN: WIE HAT ER AUSGESEHEN? SUCHE DIE ZWEI MASKEN SEINES GESICHTES.

 

Der Bildhauer Franz Klein nahm von Beethovens Gesicht - dieser war damals 31 Jahre alt - einen Gipsabdruck. Das war gar nicht so einfach, denn Beethoven hatte Angst unter der Gipsmaske zu ersticken. Man mußte natürlich ein wenig stillhalten bis so eine Maske trocken war und man sie vom Gesicht abnehmen konnte. Beim zweiten Versuch klappte es aber schließlich. Franz Klein diente die Maske aus Gips zur Vorlage, damit er für einen Herrn namens Andreas Streicher eine Büste anfertigen konnte. Herr Streicher war Klavierbauer und wollte unbedingt so eine Büste des berühmten Komponisten haben. Diese stellte er in einen Saal seiner Klavierfabrik, zu seinen anderen Büsten von berühmten Menschen. So konnten viele Menschen die Beethoven nie begegnet waren, aber vielleicht seine Musik kannten, sich eine Vorstellung machen, wie Beethoven in Wirklichkeit ausgesehen hat.

 

Eine Beethoven-Büste findest du auch in diesem Raum. Sieh dich doch einmal genau um!

Siehst du die fünf Hörrohre? Diese sollen dir ein wenig veranschaulichen, wie es wohl wäre, wenn sich das Gehör verschlechtert. Beethoven hörte als junger Mann noch sehr gut - das ist das ganz linke Hörrohr, doch nach und nach wurde es immer schlechter bis er schließlich taub wurde - das ist das ganz rechte Hörrohr. Obwohl er die meiste Zeit seines Lebens schlecht hörte, oder die letzten neun Lebensjahre gar nichts mehr, konnte er sich trotzdem Musik ausdenken. Er hatte also seine Musik im Kopf! Das klingt unglaublich, aber es ist wahr!

Hast du den Ofen von Beethoven in diesem Raum entdeckt?

Rate einmal, was Beethoven gerne gegessen hat?

Ein Lieblingsessen Beethovens war Fisch. Hättest du das erraten? Es war zu dieser Zeit eher unüblich Fisch zu essen, da er teuer war. Wenn man die Wahl hatte, aß man damals lieber Fleisch. Ein anderes Lieblingsessen war für Beethoven Makkaroni mit Käse.
Das würde dir auch schmecken, oder nicht? Allerdings ist davon auszugehen, dass für Beethoven Makkaroni das waren, was wir heute Spaghetti nennen, also nicht die kurzen Nudeln mit Loch, sondern die langen Teigschlangen. 

Bestimmt hast du das große Bild vom französischen Herrscher Napoleon I. in der Mitte des Raumes schon entdeckt. Daneben hängt die erste Seite seiner 3. Symphonie "Eroica". Beethoven wollte ihm diese Musik widmen, doch als er heraus fand, dass dieser Herrscher doch das Volk nicht so gut behandelte wie er sollte, löschte er im Zorn auf der ersten Seite Napoleons Name. Schau, was ihm in seiner Wut passiert ist: Ein großes Loch - genau in der Mitte des Papiers!

Siehst du die Tafel mit den Zahlen? Ganz unten rechts steht die Zahl 68. Genau so oft hat Ludwig van Beethoven seinen Wohnort in Wien und Niederösterreich in ungefähr 34 Jahren seines Lebens gewechselt!

 

 

Warum ist er wohl sooft umgezogen? Hast du eine Idee?

Es gab für Beethoven drei gute Gründe oft umzuziehen:

  1. Durch seine Schwerhörigkeit und den Willen auch mitten in der Nacht zu Komponieren, vergraulte er seine Vermieter, welche ihn darauf hin hinaus warfen. Da blieb ihm nichts anderes übrig als auszuziehen.
  2. In den Sommermonaten zog Beethoven gerne aus der Stadt raus aufs Land.
  3. Generell hielt es Beethoven nie lange an ein und dem Selben Ort aus. Er brauchte den Ortswechsel für sich und sein Wohlbefinden.