Wahrnehmungslabor

An den sechs interaktiven Touchscreen-Terminals haben Sie die Möglichkeit nun selbst zu experimentieren. Setzen Sie die Kopfhörer auf und berühren Sie mit dem Finger den Bildschirm. Wählen Sie eine Sprache. Rechts unten am Bildschirm können Sie die Lautstärke per Fingerdruck einstellen.

Lichtwand

An der großen Lichtwand - gegenüber der sechs Terminals - werden auditive Phänomene sicht- und hörbar. Wörter erscheinen in ständig neuer Anordnung und formen so ein Netz aus themenbezogenen Inhalten.

1. Terminal – Tonhöhe

Was zuvor an der Frequenzröhre angedeutet wurde, kann hier im Selbstversuch erprobt werden. Die Frequenz entspricht der Anzahl der Wellenwiederholungen pro Sekunde. Dies wird in der Maßeinheit Hertz (Hz) angegeben. Mit steigender Frequenz steigt auch die Tonhöhe. Das menschliche Hörvermögen ist nach oben und unten hin begrenzt und reicht von etwa 16 bis 20.000 Hertz, wobei dies individuell unterschiedlich ist und mit zunehmendem Alter das Hörvermögen für hohe Frequenzen nachlässt.

2. Terminal – Lautstärke

Schall versetzt Luftmoleküle in Bewegung. Je größer seine Intensität, desto weiter werden die Moleküle von ihrem Ruhepunkt “ausgelenkt”. Für die Bestimmung der Lautstärke wird üblicherweise die Druckamplitude herangezogen; die Maßeinheit ist Dezibel (dB). Die untere Hörgrenze liegt zwischen 0 dB und 1 dB, die obere Hörgrenze bei 130 dB, der Schmerzgrenze für das menschliche Ohr. Schall von über 80 dB wird von vielen Menschen als Lärm empfunden und kann bleibende Hörschäden verursachen.

3. Terminal – Raumwahrnehmung

Virtuelle Wanderungen durch Pyramide, Kugel, Konzertsaal und Gebirge veranschaulichen die unterschiedlichen akustischen Aspekte von Räumen. Mit der eigenen Stimme werden Räume klanglich erobert.

4. Terminal – Shepard Skala

Die Shepard-Skala, benannt nach dem amerikanischen Psychologen Roger Shepard, ist eine chromatische Tonleiter ohne Anfang und Ende. Der Eindruck einer unendlich fortschreitenden Skala entsteht durch das Abspielen vier paralleler Tonleitern in vier verschiedenen Oktavlagen. Nähert sich die vierte Tonleiter der höchsten Oktave, wird sie langsam ausgeblendet, während die erste Tonleiter in der tiefsten Oktave hinzutritt.

5. Terminal – Virtuelle Töne

Das Zusammenspiel mehrerer Sinustöne erzeugt im Ohr "Geistertöne". Damit wird erlebt, wie sehr unsere "objektive" Wirklichkeit Rekonstruktion unserer subjektiven Wahrnehmung ist.

6. Terminal – Zeitdehnung

Ein Phänomen der Selbstüberlistung, die Sinne werden ins Wanken gebracht
und dann wieder ins rechte Lot.