virto|stage – Zeitperlen

Werden Sie Teil der Inszenierung dieser speziellen Oper! Musik-, Gesang- und Bildwelten verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk. Die eigene Körpersprache – sei es große Gesten mit beiden Armen, oder reduzierte Bewegungen – wird damit zur Interpretation des Stückes.
Ein hochkarätiges Team hat an dieser weltweit einzigartigen Installation mitgewirkt: der Medienkünstler Johannes Deutsch, die Musikstrategen Nick & Clemens Prokop, die Wiener Philharmoniker, die Sopranistin Natalia Ushakova sowie der Interaktionsdesigner Stefan Schilcher. Gerne können Sie vis-a-vis des Installationseingangs einen Folder mit detaillierten Informationen entnehmen.

Zeitperlen – Werkbeschreibung

Die Szenen spielen in der Glasveranda einer Sängerin. Am Morgen nach ihrem großen Opernauftritt steht Celeste in der Veranda ihres Hauses. Noch ihren Träumen nachhängend, vermischen sich ihre Gedanken mit dem Blick aus dem Fenster. Die Morgendämmerung und das erste Licht dringen durch die Glasscheiben. Allmählich weitet sich die Veranda und wird zur Kulisse eines imaginären Theaters.
Auch die Gedanken der Sängerin beginnen sich gleich Filmen zu bewegen. Der Vorabend in der Oper passiert in ihrer Erinnerung Revue. Celeste sieht die Darbietung des „Don Giovanni“ und den Glanz der Scheinwerfer, sie hört die Musik. Als die Erinnerungen an den Applaus ihre Gefühle überwältigen und sie berauschen, sind die letzten Reste des Schlafes vertrieben. Mit Herzklopfen bemerkt Celeste wie die Erinnerungen an ihre Rolle und an die ihres Gesangspartners sie mit Macht erfassen und fortreißen. Die Liebesgeschichte, welche sich zwischen den beiden Sängern hinter der Bühne abgespielt hat – Don Giovanni nutzte seine dramatis personae gleichermaßen auf der Bühne und hinter der Bühne – versetzt Celestes Gedanken in eine Trancewelt.

Mit der aufkeimenden Sehnsucht beginnt für die Sängerin der dramatische Part ihrer Geschichte.
Celeste scheint nicht mehr aus ihrer Veranda zu sehen, wie in einem Kaleidoskop wirbelt es vor ihren Augen die Stücke aus der Erinnerung. Überall flirrt das Gesicht Don Giovannis, die Veranda wird zum Gesicht, zum Gesichtsraum. Celeste ist gefangen, die Glasscheiben ihrer Veranda sind zur Gänze mit Bildern ausgefüllt.
Die Erinnerungen führen die Sängerin auf die Reise. Bilder aus Don Giovanni, Fliegender Holländer und den Metamorphosen von Ovid leuchten auf und vermischen sich. Eine Reise zur See endet mit einem Schiffbruch. Wird es Celeste gelingen, mit dem wunderbaren Klang ihrer Stimme die Bilder und Szenen ihrer Traumwelt wieder zu steuern und zu besänftigen?

Zeitperlen – Making of