Zur Geschichte des Hauses

Sie befinden sich im ehemaligen Palais von Erzherzog Karl von Österreich-Teschen (1771-1847), welches er im Jahr 1805 bezog.

An der Stelle dieses Palais stand im 16. Jahrhundert das kaiserliche Gießhaus und diente unter anderem der Produktion von großen Geschützen. Kaiser Rudolf II. (1552-1612) schenkte 1603 seinen Hofkriegssekretär Heinrich Nickhard dieses Anwesen. 1707 war das von Kaiser Josef I. geründete Versatz- und Fragamt hier ansässig, ein Vorläufer des heutigen Dorotheums. Zwischen 1720 und 1730 wurde es von einem nahestehenden Architekten von Johann Lukas von Hildebrandt umgebaut. 1788 erwarb schließlich Erzherzog Karl dieses Gebäude, welches er von 1801-1804 von Louis Joseph Montoyer (1749-1811) zu seinem Palais umgestalten ließ. 1817 wurde sein Sohn Albrecht hier geboren, welcher ebenfalls ein berühmter Feldherr wurde. Von 1841-1847 lebte der Komponist und Gründer der Wiener Philharmoniker Otto Nicolai in diesem Palais. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Simon Georg Freiherr von Sina (1783-1856) Eigentümer dieses Anwesens.

Dieses Palais, mit barocker Straßenfassade und den 1872 angebrachten Gitterbalkonen in der Seilerstätte, wurde 1965 zu einem internationalen Kulturzentrum und Studentenheim umgebaut und sogar ein kleines Theater befand sich in diesem Gebäude. Erst im Jahr 2000 geschah der letzte Umbau und das Klangmuseum „Haus der Musik“ fand ein zu Hause.

Wussten sie schon, dass …

die Gemahlin des Erzherzog Karls - Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg (1797-1829) - hier einen der ersten Weihnachtsbäume in Wien aufstellen lies.

Sie vermisste nämlich diesen besonderen Brauch aus ihrer Heimat Deutschland und so ließ sie hier 1816 den ersten Christbaum am Wiener Hof – in diesem Palais – aufstellen. So nahm diese allseits beliebte Tradition in Österreich ihren Anfang.